"Die Paarbeziehung ist, wenn sie gelingt, die Hoch-Zeit des Lebens." (Bert Hellinger)


Das Gelingen von Paarbeziehungen gehört zu den bedeutendsten Wünschen vieler Menschen. Wenn Paarbeziehungen scheitern sind wir meist tief berührt und aufgewühlt.
Paarbeziehungen dienen neben der Fortpflanzung der Art vor allem dem persönlichen Wachstum, denn unbewusst wählen wir meist Partner, die uns durch ihre Eigenarten und Besonderheiten anregen, den nächsten Entwicklungsschritt zu tun.
Ist die Phase der Verliebtheit vorüber, spiegeln unsere Lebenspartner durch ihr Verhalten zunehmend Erfahrungsanteile, die wir selbst in unserem Leben bisher nicht integrieren konnten oder ausklammern mussten, z.B. aufgrund früherer traumatischer Erlebnisse.
Erkennen wir dies im Laufe der Partnerschaft nun gegenseitig, liegt darin eine große Chance zum individuellen und auch gemeinsamen Wachstum, welches anschließend durch ein Zuwachs an Fülle belohnt wird.

Ziele meiner Paarberatung sind vor allem:
- Erkennen, was Sie als Paar zusammengeführt hat und welche jeweiligen Entwicklungsaufgaben in der Partnerschaft bestehen
- Klärung, ob es noch eine tragfähige Basis für gemeinsame Entwicklung gibt oder ein würdevoller Trennungsprozess eingeleitet werden soll
- Vergessene bzw. verloren gegangene gemeinsame Ressourcen wieder zu erinnern und ins Leben zu integrieren
- Überprüfen, inwiefern ungelöste Verstrickungen mit Personen aus den jeweiligen Herkunftsfamilien die Paarbeziehung belasten
- Begegnung auf der emotionalen Ebene zu initiieren (u.a. Diaden-Dialoge)
- Paare coachen, ihre Elternfunktion kompetenter wahr zu nehmen
- Unbewusste Projektionen zu erkennen und zu lösen


Die Paarsitzungen finden in der Regel niederfrequent (einmal im Monat statt) und dauern 1,5 Zeitstunden. Meist erhalten die Paare konkrete "Hausaufgaben" für die Zeit zwischen den Sitzungen. Die Aufgabenstellungen sind erlebnisorientiert und sollen den Paaren helfen, die Erkenntnisse aus den Sitzungen in der Praxis umzusetzen, um so schneller die gewünschten Ziele zu erreichen.

Bitte beachten Sie in Ruhe folgende Aussagen, dies kann eine hilfreiche Vorbereitung auf die Paarberatung sein :
a) Ich kann niemanden ändern, außer mich selbst !
b) Wenn es in Paarbeziehungen knirscht, haben immer beide Beteiligten einen wesentlichen Anteil daran
c) Ich übernehme Verantwortung für meine Anteile, die zu Schwierigkeiten in der Paarbeziehung geführt haben und beginne meine
"Baustellen" unabhängig von der Paarbeziehung zu lösen.
d) Auch wenn ich mich gerne um das Wohl anderer kümmere, lasse ich meinem Partner seinen Anteil an der Lösung, Das kann damit
beginnen, ihn zu Wort kommen zu lassen, ihm Möglichkeiten zum Handeln zu eröffnen oder auch zu akzeptieren, dass ich ihn nicht ändern kann !
e) Wenn eine Frau ihren Partner zu hassen beginnt, kann es sein, dass Sie ihn mit dem eigenen Vater (der eigenen Mutter) verwechselt,
wenn ein Mann seine Frau zu hassen beginnt, kann es sein, dass er sie mit seiner Mutter (dem eigenen Vater) verwechselt.
f) Wenn ich mich über Verhaltensweisen meines Partner ständig ärgere, spiegelt er/sie mir vielleicht Dinge, die ich mir selbst nicht erlaube / die mir früher nicht gestattet waren…
g) In langjährige Paarbeziehungen wird i.d. Regel unbewusst ein Balancezustand entwickelt. Wenn ER z.B. ständig aktiv ist und kaum zur Ruhe kommt, geht SIE mehr in die Passivität, um auszugleichen. Wenn SIE sexuell überaktiv ist, geht ER mehr in den Rückzug.
h) Wenn ein Partner eine „Helfernatur“ mitbringt und der andere eher ein „dickes Fell“, dann ist es möglich, dass der sensible Helfer mit der Zeit die wahrgenommenen Rucksäcke des Partners auch noch trägt. Dem so entlasteten Partner geht es meist sehr gut („Ich hab keine Probleme…“), die Helfernatur wirkt sehr belastet. Jedoch der Schein trügt. Systemisch orientierte Paartherapeuten kennen daher den Satz: „Es ist meist umgekehrt als es erscheint.“
i) Der erste Schritt zur Lösung ist, dass einer der beiden (oder noch besser beide) beginnt, in der Kommunikation und/oder im Handeln etwas anders zu machen als vorher (Musterveränderung). Dadurch entsteht die Chance, aus alten Teufelskreisen auszusteigen. Z.B. der Mann folgt einem „seltsamen Impuls“ und bringt seiner Frau plötzlich einen Strauß Rosen mit (was er zuletzt vor etwa 7 Jahren tat), oder die Frau hält wärend eines Streits plötzlich inne, atmet tief durch, sieht ihren Mann an und sagt: „Dabei liebe ich dich im Grunde doch.“


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